Trollinger (in Österreich: Großer Vernatsch)
Rebsorte, die ursprünglich aus Südtirol stammt und dort auch als "Tiroler" bzw. "Tirolinger" bezeichnet wird. Typisches deutsches Anbaugebiet ist Württemberg. Der Trollinger ist, nach dem Spätburgunder
und dem Portugieser, von der Rebfläche her die bedeutendste Rotweinrebe. Der Wein hat eine hellrote Farbe, ein fruchtiges Bukett und sollte jung getrunken werden.
Lemberger
Spät reifende (in Österreich schon sehr lange als "Blaufränkisch" angebaute) rote Rebsorte, häufig in Baden-Württemberg zu finden. Der Lemberger hat eine kräftige Farbe, eine deutliche Tanninnote, ist aber dennoch fruchtig, oft mit einer Kirschnote.
Spätburgunder
Der Spätburgunder, auch Pinot Noir, Pinot Nero oder
Blauburgunder genannt, ist eine Rotwein-Rebe. Er ist
die klassische Traube des Burgund von der Côte d'Or,
wo seine Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurück
zu verfolgen sind. Der Spätburgunder ist ebenfalls
eine wichtige Rebsorte für den

Dornfelder
Dornfelder ist eine rote Rebsorte, die vor allem in den Weinanbaugebieten Rheinhessen und Pfalz angebaut wird. Die Reben sind wenig anspruchsvoll, was die Bodenbeschaffenheit betrifft, und liefern gute Erträge. Wegen der steigenden Nachfrage nach farbintensiven Rotweinen hat sich der Dornfelder
in Deutschland zu einer Modesorte entwickelt. Der Wein aus Dornfelder hat eine schwarzrote Farbaus-prägung und einen fruchtigen Geschmack. Er wurde früher als Farbgeber zur Rebsorte Portugieser und Spätburgunder genommen.
Merlot
Weltweit verbreitete rote Rebsorte. Der Name ist vom französischen Wort für Amsel (Merle) abgeleitet, da diese die früh reifenden Beeren gerne naschen. Wahrscheinlich ist die Rebsorte aus einer natürlichen Kreuzung zwischen Cabernet Franc und einer anderen Cabernet-Sorte entstanden. Sehr gute Weine aus der Rebsorte findet man in Saint-Emilion und Pomerol (Frankreich) sowie in der Toskana (Italien).
Schwarzriesling
Schwarzriesling ist eine rote Rebsorte, die mit der Weißwein-Rebe Riesling nur Wuchs und Form gemeinsam hat, ansonsten jedoch schon vor über 400 Jahren aus Blauen Spätburgunder-Reben in Frankreich gezüchtet wurde. In Frankreich trägt die Sorte den Namen Pinot Meunier. Meunier heißt Müller, und diesen Namen hat sie deshalb, weil ihre stark behaarten Blätter auf der Unterseite
aussehen, als wären sie mit Mehl bestäubt.
Portugieser
Der Blaue Portugieser ist eine alte, rote Rebsorte mit zahlreichen Synonymen: Autrichien, Badener, Blaue Feslauertraube, Feslauer, Kékoporto (Ungarn), Modra Porotugalka (Slowenien), Oporto, Portugais Bleu (Frankreich), Portugieser und Vöslauer.
St.-Laurent
Alte Rotweinrebe aus Frankreich, die gelegentlich auch in Deutschland angebaut wird. Die Trauben
liefern tiefrote und vollfruchtige Weine mit einem feinen Bordeaux-Bukett. Herkunft letztes Jahrhundert aus dem Elsass.
Regent
Gezüchtet 1967 am Institut für Rebzüchtung in Geilweilerhof von Professor Gerhard Alleweldt.
Eine Kreuzung von Diana (Silvaner und Müller Thurgau) und Chambourcin. Züchternummer: Gf. 67-198-3. Mittelgroße, lockerbeerige Trauben. Kleine bis mittelgroße Beeren, deren Saft eine leichte Färbung aufweist. Eine mittelfrüh reifende Rebe, die sehr frostresistent ist. Bringt Gerbstoff betonte, dunkle Weine.
Cabernet Dorsa
1971 in der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg neu gezüchtete rote Rebsorte. Kreuzung aus Dornfelder und Cabernet-Sauvignon (Züchternummer WE 71-817-92). Im Herbst 1972 wurden die ersten 117 Sämlinge im Versuchsanbau gepflanzt, 1977 die ersten Trauben gelesen. Seit 1987 sog. Anbaueignungsversuche in der Praxis. Ende 2003 erteilte das deutsche Bundessortenamt offiziell den Sortenschutz und die Zulassung. Vom Aussehen her gleicht der Rebstock dem Dornfelder, seine Wuchseigenschaften aber sind anders. Mit geringerer Wüchsigkeit, besserer Holzreife und spätreifenden, kleinbeerigen Trauben eignet sich diese Sorte für qualitätsorientierten Anbau. Die Weine sind farbintensiv, präsentieren sich tannin- und körperreich und zeigen am Gaumen deutliche Kirschtöne, auch die charakteristische grüne Paprika des Cabernet-Sauvignon ist zu finden.
Cabernet Sauvignon
Die edelste und meistverbreitete aller Rotweintrauben ist sicherlich Cabernet Sauvignon. Berühmt geworden ist diese Sorte im Médoc (Bordeaux), wo sie seit über eineinhalb Jahrhunderten den Hauptbestandteil so großartiger Premier-Cru-Weine bildet. Die kleinen, dickschaligen Cabernet-Beeren erbringen Weine von großer Farbtiefe, mit intensiven Aromen von Schwarzer Johannisbeere,
Minze und gelegentlich grüner Paprikaschote. Ausgestattet mit einem festen Tanningerüst können die besten Exemplare über Jahrzehnte hinweg altern.
Acolon
Der Acolon ist eine kräftige vollmundige Rebsorte mit intensiver dunkler Farbe. Diese Rebsorte ist eine
Kreuzung zwischen Lemberger und Dornfelder. Außerhalb von dem Anbaugebiet Württemberg noch nicht sehr bekannt.
Weißweine
Riesling
Spät reifende Weißweinrebe, die zu den besten Reben der Welt zählt. Deutsche Anbaugebiete mit größerem Anteil sind Rheingau, Mosel, Mittelrhein und die Hessische Bergstraße. Die ersten Riesling-Reben sollen im Rheintal angebaut worden sein. Allerdings reklamiert dieses Privileg auch das österreichische Wachau für sich.
Rivaner
Andere Bezeichnung für Müller-Thurgau-Weine, die auf die angebliche Kreuzung des Müller-Thurgau aus Riesling und Silvaner anspielt. Neuere Genanalysen haben jedoch ergeben, dass der Müller-Thurgau eine Kreuzung aus Riesling und "Medelein Royal" oder "Casselas de Courtiller" ist.
Müller-Thurgau
Die weiße Rebsorte Müller-Thurgau, heute aus Marketinggründen auch Rivaner genannt, wurde 1882 von dem Schweizer Rebforscher Prof. Hermann Müller (*1850, †1927) aus dem Schweizer Kanton Thurgau für die Lehranstalt in Geisenheim gezüchtet. Müller-Thurgau ist mit 42.000 ha Anbaufläche weltweit die erfolgreichste Neuzüchtung. Die Sorte stellt an Klima und Bodenbeschaffenheit relativ geringe Ansprüche. Die Reben reifen früh und bringen große Ertragsmengen.
Kerner
Kerner ist eine weiße Rebsorte. Bei ihrer Züchtung an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg wurden 1929 roter Trollinger und weißer Riesling durch den Rebzüchter August Herold gekreuzt und nach dem schwäbischen Dichter Justinus Kerner benannt, der in Weinsberg gelebt hatte. Die Rebsorte hat eine würzige Note, wie auch Huxelrebe, Scheurebe, Ortega und
Muskatweine.
Scheurebe
Die Scheurebe ist eine weiße Rebsorte. Sie ist, wie der Kerner, eine der großen Erfolge der deutschen Neuzüchtungen. Die nach Dr. Georg Scheu benannte und 1916 erstmals gezüchtete Sorte ist eine Kreuzung aus Silvaner und Riesling, die erst bei vollständiger Reife einen Qualitätswein mit subtilem und rassigem Aroma von schwarzen Johannisbeeren erzeugt. Die Weine aus Scheurebe werden oft als Süß- oder Dessertwein bereitet.
Grauer Burgunder (gleiche Rebe Pino Grigio Italien, Pino Gris France)
Von Burgund gelangte er in die Schweiz und nach Ungarn und vermutlich von dort im 14. Jahrhundert in unsere Regionen. Die französische Bezeichnung Pinot geht auf das französische "pin" (Kiefer) zurück und beschreibt die an Kieferzapfen erinnernde Traubenform. Die Bezeichnung Ruländer geht auf den Kaufmann Johann Seger Ruland zurück, der 1711 im pfälzischen Städtchen Speyer in einem Garten die (ihm unbekannten) Burgunderreben vorfand und vermehrte. Die hohe Qualität der Weine überzeugte die Winzer wohl schon im 19. Jahrhundert; stolz gaben sie der Sorte regional unterschiedliche Namen, die zwischenzeitlich verschwunden sind. "Ruländer" ist der Name, unter dem die Rebsorte klassifiziert ist, "Grauer Burgunder" und "Grauburgunder" sind die für deutsche Weine dieser Sorte zulässigen Synonyme.
Weißer Burgunder
Der Weiße Burgunder ist eine weiße Rebsorte, die auch Weißburgunder, Pinot blanc, Pinot bianco oder Klevner heißt. Er ist die hellste aller Burgundersorten und ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Er ist wahrscheinlich ursprünglich durch eine Mutation aus dem Grauburgunder entstanden, der wiederum aus dem Spätburgunder (Pinot Noir) hervorgegangen ist.
Chardonnay
Chardonnay ist eine bekannte, weiße Rebsorte. Der Chardonnay ist in den letzten Jahren weltweit sehr
in Mode gekommen. Weltweit sind ca. 140.000 ha Rebfläche mit Chardonnay bestockt. Damit liegt er in der Rangliste der meist genutzten Reben auf Platz 7 (bezogen auf Erhebungen aus dem Jahr 2001).
Das hat er neben seinen geschmacklichen Qualitäten dem Umstand zu verdanken, dass er sehr anpassungsfähig ist und in vielen Anbaugebieten der Welt ansprechende Weine hervorbringt.
Gewürztraminer
Der Gewürztraminer, auch Roter Traminer genannt, ist eine Weißweinsorte. Die genaue Abstammung ist
ungeklärt (wahrscheinlich Südosteuropa, möglicherweise auch Ägypten), der Name stammt wahrscheinlich vom Südtiroler Ort Tramin. Gesichert ist, dass die Rebsorte bereits um das Jahr 1500 im Mischsatz (z.B. mit Riesling) in Deutschland angebaut wurde.
Silvaner
Silvaner ist eine weiße Rebsorte. Sie heißt auch Grüner Silvaner oder Sylvaner und gelangte im 17. Jahrhundert wahrscheinlich aus Südeuropa (möglicherweise Siebenbürgen) nach Deutschland, wo sie bis in die 1970er Jahre mit fast 30% Flächenanteil die meistangebaute Rebsorte war. Dann sank ihr Anteil beständig. Heute wird sie hauptsächlich in Franken angebaut und ist hier sogar die Leitsorte.
Huxelrebe
Die Huxelrebe ist eine Weißweinrebe, die sowohl witterungs- als auch krankheitsempfindliche, kernlose Beeren hervorbringt. Sie kann sehr hochwertige Weine hervorbringen, in erster Linie Süßweine als Aperitif- oder Dessertweine. Die Kreuzung (durch Georg Scheu) aus Gutedel und Coutillier Musqué ist nahezu ausschließlich in Deutschland beheimatet. Ihren Namen hat die Rebe von Fritz Huxel, der sie in den 1950er Jahren in Westhofen (Rheinhessen) als erster umfangreich anbaute.
Rosè - Weine - Weißherbst
Rose wird aus roten Trauben gekeltert. Die Farbe ist blaßrötlich. Der Rosè ist nicht sortenrein, -Weißherbst- ist auch ein Rosè der aus einer Rebsorte hergestellt wird und daher sortenrein ist.
Folgende Rebsorten eignen sich hervorragend zur Herstellung von Rosèweinen
Portugieser, Spätburgunder, St.-Laurant und Dornfelder (Beschreibung der Rebsorten siehe Rotweine).